Gäste
   
 

Home
Fabeln
Das Mittelalter
Gedichte
Gäste

 

 

 

 

 

 

 



Vorläufig ist ein Gast auf meiner HP. Vielleicht kommt noch einer oder zwei . . . .

Schau einmal ans Ende der Seite!

 

Christopher 2


           


Darf ich euch einen jungen Landsmann von mir vorstellen. Er macht wunderbare
Gedichte und Kurzgeschichten.
Seine Liebesgedichte sind z.B. nicht "süßlich", sondern einfach nur berührend.
Aber am besten du liest dich einfach durch seine Gedichte hindurch.
Sie sind übrigens nicht nach Themen geordnet.

Und bitte vergesst nicht, dass © liegt bei Christopher!
 


Himmel der anderen Seite

Hell ist die Nacht; und doch, so dunkel,
so friedlich, scheint sie gar nicht mehr
voller Gefahr, so voller Schrecken,
geht so gar nicht, mit Nacht einher.

Dumm, die Hände wissen nichts, und doch
fassen sie starr den Sinn der Luft;
dein Atemhauch, so schlafesleise,
den wohl du selber spüren musst.

Liegend da, als Kriegsgefangene,
umhüllt vom Mantel dieser Welt;
er wirkt bemalt, mit allen Farben,
allem Tief, das mir so gefällt.

Und doch zeigt er die echte Farbe;
die tief in meiner Seele wär';
ich hoffe noch, es wär'n nur Wolken,
tiefeschwarz; dort, im Himmelmeer.

Ach Klaviersonate, wo doch
nur in Liebe, Schatten stehen;
verletzte Herzen, nicht erblühen,
stille Schwüre, ungesehen.

Was es bringen soll, ich weiß es nicht,
suche mit der Nacht das Weite;
wir im hier gibt es nicht, hier ist der
Himmel, der anderen Seite ...

Sternenliebe

Deine Liebe
ist das einzige
Sternenbild
am Horizont
das ich
selbst
bei Nebel
und Regen
im Frühlingsmorgen
bestaune...

 
Was für ein Sommer ...

Ungleich; alle Farben sind verwaschen,
sanftmüt'ger Witz hat sich gelegt;
starr eingehüllt, von fremder Seide;
Stoffe, - vom Winde unbewegt.

Ach, wär' ich gern der Seidenhändler,
wüsste gern' den Wind zu drehen;
nicht Norden, fern von West-West-Nord;
wohin, - würde er wohl wehen?

Wär' das Meer in anderen Tönen,
oder die Wellen, vielmehr gleich;
wären wir, was dereinst wir waren;
eingebunkert, - im Liebesreich?

Ach, wär' ich gern der Seemannführer,
auf dem Kahne würd' ich fahren;
Mondessucht, wäre mein Begleiter;
stark, - das Wellenmeer ertragen.

Ausgeträumt! - wir sind angekommen,
Gefühl der Kerker, Bett der Kahn;
das Piratenleben liegt wohl nicht;
Realitäten, - lebenszahm.

Du blickst an, die Liebe im Auge,
fragst, wohin dies Wirren führe;
Hände, zurückgezogen, sicher;
Kamikaze, - Freundschaftsschwüre.

Du reichst das Buch aus fernen Tagen,
jene Seiten, die wir schrieben;
Erinnerungen, tief von drinnen;
gut, - wären sie ungeblieben?

Du schweigst, ich verstehe die Worte,
ja, mein Liebes, ich verstehe;
lebst das Finale, zeigst den Schlussakt;
alles, - das ich niemals sehe.

Nun, was wär' das für ein Nachsommer,
hätt' es den Sommer gegeben;
ein Sandmeer, in dem Wellen schweigen;
Reise, - der Liebe entgegen...

 

Der Teddybär

 

Braune Augen, schwarze Nase,
Kopf gefüllt mit Liebelei,
keine Krallen, die verletzen,
höchstens mal 'ne Tölpelei.

Dunkles Fell, mit einer Schleife,
für 'nen Bären viel zu fein,
braungebrannt mit einem Lächeln,
einfach flauschig soll er sein.

Gibt mir Kraft in allen Nächten,
kuschelt mich, ganz lieb und stumm.
Hört mir zu, ohne zu fragen,
warum sorgst du dich darum?

Hält mich fest, wenn ich es brauche,
steht zu mir, so wie ich bin,
brauch ihn niemals zu belügen,
sieht in allem einen Sinn.


Wird die Zeit mich auch verändern,
bleibt er Leuchtturm auf dem Meer,
auch erwachsen und viel älter,
bleibst er stets mein Teddybär…

 

Liebesgewitter

Helles Glitzern, bunter Regen,
Sonnenflut mit voller Wärme,
Frühlingsduft auf Sommerwegen,
Rosenknospen, wunder Kerne.

Blaue Blumen an den Hängen,
wenn der Tag zu Ende neigt,
wo jene Schatten mich auch drängen,
und die Nacht die Dunkelheiten zeigt.

So wirkungsvoll, einziges Verlangen,
das hier und da von Liebe spricht,
ist wie ein Schmetterling auf Gottes Wangen,
ist es meiner oder ist er's nicht?

Regenbogen wandern mutig weiter,
sanft in Rot in Blau in Grün und Gelb,
blicken Engel wie die Himmelsreiter,
still herab auf diesen kleinen Held.


Und ist der Schlaf auch unvermeidlich,
tausend Lächeln hat mein Traum,
deine Augen, deine Lippen, unbegreiflich,
wage kaum dich auch nur anzuschaun-.

So sitz ich hier und frage mich,
im bunten Glitzern, bunter Glitter,
ist ein Leben ohne dich…
… leblos …
… lieblos …
… harmlos wie ein Sturm ohne Gewitter.

Der Zauberer

Wäre ich doch ein Zauberer,
müsst' ich nur Handflächen bewegen,
und könnt' alle Probleme, deine Sorgen,
sekundenschnell von dieser Erde fegen.

Wäre ich doch ein Zauberer,
würde wegen Hass hier keine Träne fließen,
hätte jeder den Menschen seiner Träume,
und würde diese Liebe mit ihm genießen.

Wäre ich doch ein Zauberer,
müsste keiner je den anderen trösten,
hätte jeder seine Wünsche in den Händen,
auch den Perfektesten, auch den Größten.

Tausend Wünsche, nur zum Träumen,
tausend Träume wären mein,
doch der größte meiner Träume,
wäre der, ein Zauberer zu sein.

Lebensgeister

Schwarzer Himmel ohne Sterne
in kalter stiller grauer Nacht
verschwunden schlaflos ohne Wärme
bis ein neuer Tag erwacht

Unterm Himmel wacht ein jeder
der irgendwie an etwas glaubt
ist das Menschlein wie ein Jäger
der nicht mal seinen Freunden traut

Wie ein halberfroren Drachen
feuerspeiend düster Rot
Existenzen ohne Liebe ohne Lachen
ist im Grunde nichts als lebend tot

Manche solche sind oft traurig
wenn man hier vom Glück erzählt
weinen heimlich unerbaulich
wenn Liebe in den Herzen fehlt

Manche solche sind oft spöttisch
denken nicht an schöne Zeit
denken nur an dunkle Tage
und ein Leben in der Einsamkeit

Doch es ist nicht jeder Tag todtraurig
nicht ein jeder Tag voll Idiotie
als die Wolken sich erlösten
und ein Engel hier vom Himmel fiel

Vielleicht war es an jenem Tage
als ein Gott an uns noch glaubte
und mir mit Liebe ohne Frage
Gedanke an dich den Schlafe raubte

Doch sitz ich dir hier gegenüber
still und sanft in braune Augen
halte deine Hand behutsam leise
kann jetzt auch an Engel glauben

Echte Engel nur den einen
gibt es kaum in tausend Jahren
echte Engel nur den meinen
würd ich durch den Himmel tragen

Ohne Schein und ohne Flügel
glaubt man nicht was du sollst sein
doch liegt man neben dir gemeinsam
schläft man still und gut und leise -

….. in sanften Gottes Armen ein.

Ich mag dich

Hmm ...

Ich glaube ich mag dich ...

Hmm ...

Je länger ich darüber nachdenke,
um so mehr mich dein Blick gefangen nimmt
und dein Lächeln
nicht aus meinen Gedanken
verschwindet ...

... um so sicherer bin ich mir,
dass es wohl doch
keine Einbildung ist.

Hmm ...

Ja!
Ich glaube ich mag dich wirklich ...

Auf der Suche

Ich suche dich in jeder Nacht,
wo mich Dunkelheit umwiegt,
höchstens ein Schimmer von dem Mond,
mein Sehnen nach dir umgibt.

Ich suche dich auf jedem Stern
den ein Engel einst bewohnt,
der mit seinen letzten Kräften,
unsicher am Himmel thront.

Ich suche dich auf dem Komet,
der die Erde still umkreist,
denn Mittelpunkt der meinen Welt,
bist nur du, mein Feuergeist.

Hab ich dich nun einst gefunden,
wird mir wohl das Sehnen fehl'n,
so werd ich stumm, auch weiterhin,
Sterne und Kometen stehl'n...



 
Frühlingserwachen

Liegend hier, wo Träume lachen,
still geborgen, am Rand der Welt,
liegt der Ort wo alle Engel wachen,
bist du alles was in meinem Herzen fehlt.

Letzte Stimmen in der Nähe,
teilt die Angst die Atemluft,
füllt magisch Augenblicke deine Wege,
trifft mich fremde Illusion mit voller Wucht.

Augen leuchten, Lächeln fallen,
ungewollt scheint unser Lippentreffen,
wirken Hilfe suchend meine Worte,
tränenreich, brauchen wir ein Kräftemessen?

Deine Hand begleitet mich behütet,
greifbar fern erleuchtet Himmelszelt,
beben unsre Herzen voller Wunder,
ist deine Anmut einzig Paradies auf dieser Welt.

Doch irgendwann Zauber verflogen,
irgendwo Lachen versiegt,
wissen wir behutsam leise,
deine Liebe hat die meine...

...anteilslos, einfach so besiegt

Des Engels fanatischer Liebesblick

Friedevoll, der hohen Worte,
anmutig, dein heilig Schein,
träumend Engel, jener Sorte,
gütig, lachend, sanft und rein.

Blicke, hell mit voller Liebe,
sprich doch Engel, sprich zu mir,
möge sein, dass er doch bliebe,
nur nicht fern, nur hier bei dir.

Auch die Nacht hat keine Geister,
nur Dunkelheit, die nicht mehr zählt,
wachen selbst des Himmels Meister,
gibt ein nichts, was uns hier fehlt.

Liegend nur, geborgen zweisam,
unsichtbar, von Welt und Zeit,
Augenblicke, schön und heilsam,
bin mit dir zum Kampf bereit.

Und sei die Liebe auch vergänglich,
ist unsere die, die ewig währt,
liebend, wachend, schwach und männlich,
mein anmutiges Gefühl?

…das dich verehrt.

Die weite Welt

Hell herauf ihr Schattenkrieger
tiefe Einsicht die hier fehlt
leget eure Wünsche nieder
auf das Antlitz dieser Welt

Fraget nicht ob wir sie kennen
fraget nicht was uns beliebt
glaubet nicht man kann sie trennen
bevor man diese Welten liebt

So ist der Anblick starker Glaube
als der Sonnensterne sich erwehrt
liegt Idealismus nur im Staube
bis man fremdes Leben wieder ehrt

Mit uns weint ein eigner Götterbote
Engelstränen pures Eis
wie gefallen Engel wirken Tote
von denen nur der Himmel weiß

Doch der Tränen fremder Liebe
auch kaum mehr als blauer Schein
feiern Schattenkrieger tausend Siege
gehör ich mir und du bist dein

Verschließen nicht mehr unsre Räume
ein Schattenkrieger braucht kein Geld
finden nur lieblich alle Träume
von weiter Welt und unserem Feld

Liebe im Herbst

Grillenzirpen, vage Hoffnung,
leere Fragen, die keiner stellt,
Liebesflüstern, keine Hoffnung,
keine Fee, die den Prinzen hier noch hält.

Lichterfackeln, vage Wunder,
dein Name brandmarkt jenen stillen Weg,
Labyrinth von Mauern, keine Wunder,
kein Flügelschlag der dich noch trägt.

Sonnenflucht, fern jener Wärme,
spendet der Schatten selbst noch keinen Glanz,
deine Umarmung, deine Blicke, keine Wärme,
gleicht deine Liebe einem längst getanzten Tanz.

Rosaroter Engel

Weißer Engel, rosa Flügel,
der mir meine Sinne raubt,
stiehlt mein Herz in allen Farben,
unbemerkt und unerlaubt.

Auf den Sternen meiner Wünsche,
wenn die Nacht von Liebe prahlt,
wo der Mond mich sanft umschmeichelnd,
leuchtend hell vom Himmel strahlt.

Warum zittern meine Augen,
wenn dein Blick den meinen streift,
warum flüchten meine Sorgen,
wenn ich deine Hand ergreif?

Wo wir nun auf Wolken liegen,
Arm in Arm, ein Kuss, ein Blick,
an den Himmel Wünsche malen,
still und voller Ungeschick.

Schenk mir ein Stück Regenbogen,
reich ihn mir in vollem Glanz,
reich mir deinen Stern vom Himmel,
schenk mir einen Göttertanz.

Gib mir einen Hauch von Liebe,
einen Schimmer von dem Glück,
Wunderland, halt mich gefangen -
… schick mich niemals mehr zurück …

Ein Traum

In deiner Nähe
scheint
mir alles
wie ein Traum...

Nur
dass ich
nicht aufwache,
wenn ich
dein
Gesicht berühre,
sondern
er erst dann
beginnt...
 
Weites Land

Meine Liebe
ist
ein weites
Land ...

Doch du
bist der
fliegende Teppich,
der mich
jeden Morgen
erneut
zu allen
Wundern trägt ...

Seelentränen

Manchmal,
da legen die Tränen
meiner Seelen
einen derart
langen Weg zurück,
dass sie
auf ihrer Reise
gefrieren
und schließlich
nicht mehr
durch meine
Augen
passen ...

Verräterisches Schweigen

Wo bist du, wenn ich dich begehr',
wenn dein Blick, deine Augen,
jeden Sinn den ich so verzehr',
sich der Illusion ergibt,
einerseits das Licht,
andererseits mein Glauben,
wie es mir beliebt,
voller Drang - voller Verzicht.

Himmel der anderen Seite

Hell ist die Nacht; und doch, so dunkel,
so friedlich, scheint sie gar nicht mehr
voller Gefahr, so voller Schrecken,
geht so gar nicht, mit Nacht einher.

Dumm, die Hände wissen nichts, und doch
fassen sie starr den Sinn der Luft;
dein Atemhauch, so schlafesleise,
den wohl du selber spüren musst.

Liegend da, als Kriegsgefangene,
umhüllt vom Mantel dieser Welt;
er wirkt bemalt, mit allen Farben,
allem Tief, das mir so gefällt.

Und doch zeigt er die echte Farbe;
die tief in meiner Seele wär';
ich hoffe noch, es wär'n nur Wolken,
tiefeschwarz; dort, im Himmelmeer.

Ach Klaviersonate, wo doch
nur in Liebe, Schatten stehen;
verletzte Herzen, nicht erblühen,
stille Schwüre, ungesehen.

Was es bringen soll, ich weiß es nicht,
suche mit der Nacht das Weite;
wir im hier gibt es nicht, hier ist der
Himmel, der anderen Seite ...



 
Zwiespalt

Getrieben bin ich,
ja, getrieben,
von der Angst
in mir.

Behütet bin ich,
ja, behütet,
von der Macht
in mir.

Verloren bin ich,
ja, verloren,
hab ich mich
in mir.

Ganz verliebt bin ich,
ja, gar verliebt,
in das Leben
... und dich.

Sternenliebe

Deine Liebe
ist das einzige
Sternenbild
am Horizont
das ich
selbst
bei Nebel
und Regen
im Frühlingsmorgen
bestaune...


Der Wanderer am See

Liebevoll und voller Träume,
strahlend in ein sanftes Blau,
schimmernd Felder goldner Bäume,
wo ich göttlichen Blicken stets vertrau.

Neben mir die Vögel kreisen,
und der eine zart, die andre wirbt'.
Die gemeinsam durch den Himmel reisen,
der so manch' Gefahren in sich birgt.

Doch gemeinsam und auf ewig,
ist ein Nichts der Sorge wert,
denn gemeinsam und nicht ledig,
ist es das, was Liebe nährt.

So halte ein des Wanders' Schritte,
wie er Sonnentags die Welt bereist,
ist scheinbar nur der unbeteiligte Dritte,
an dem Ort der nichts vereist.

Auch die Vögel fliegen sorglos weiter,
kümmern nicht die Ängste dieser Zeit,
sind selbst nur kleine Himmelsreiter,
noch lange nicht zum Kampf bereit.

Doch genug der fremden Träume,
liegend hier, an diesem See,
gibt es nichts was ich versäume,
wenn ich tagtägich nur...

...in Nichts außer deine wundervollen grünen Augen seh'...


Irgendwann, wenn ...

…jene letzten, gefallenen Herbstblätter längst vom weißen Vergessen umhüllt werden,
werde ich in stiller Kälte demutsvoll bemerken, dass sich ein lieblicher Sommernachtstraum wohl doch nur mit dir gemeinsam träumen lässt.
 

Regenbogenfarben


Das © dieses Bildes? Ich fand es im Internet. Danke, dass ich es benutzen darf.
Es passt aber wunderbar zu diesem Gedicht.



(D)ein Engel

Die Flügelschläge werden sanfter,
die Gedanken sind in eitler Gewissheit fern gebannt,
erste Sonnenstrahlen streifen sanft den Morgen,
fliegt er stolz erhaben über das weite Königsland.

Wie federleichtes Wolkenweiß,
zart umwirbelt an den dunkelbraunen Engelsaugen,
fliehen Probleme einsam stark ins Nirgendwo,
denn alles was wir müssen ist: Dem Engel blind vertrauen.

Unbeirrbar, immer höher, immer weiter,
trägt es den Engel still und strahlend durch die Luft.
sein Blick wird sanfter und immer weicher,
märchenträumend wunderbar begleitet ihn der Frühlingsduft.

Die Sonne strahlt großmütig in den blauen Tagen,
der Himmel leer die Sterne sind erblasst,
doch sie sind nicht ganz verschwunden, sondern schlafen,
träumen vom Engel, bis eine neue, dunkle Nacht erwacht.

Der Engel lächelt in deinen Augen,
klirrend leicht gleitet er über den Horizont.
Entgegen ein Wind aus dem grauen Norden,
eisig, klar und kalt wie eine kriegerische Schneemannfront.

Unbeirrbar fliegt er weiter in das Licht,
du steht hier, liebevoll, deine Lippen trocken,
man kann viel sagen, kann es glauben oder nicht
doch beim Anblick deiner Augen leuchten still seine Engelslocken.

Die Wahrheit ist kaum zu glauben,
wurde für keinen außer dich gesandt,
tapfer, dein Bild gehalten in den Armen,
fliegt der Engel weiter, still über das farbenfrohe Menschenland.

Lachen

Dein Lachen spricht durch helle Blicke,
vergessen stolz und wunderbar
Unendlich spiegelt sich in dir das Morgenlicht,
in deiner Nähe wird der Himmel greifbar nah.

Liege hier, dein Bild in meiner Hand,
und starre in den dunklen Raum
Du bist neben mir und doch nicht da,
träume weiterhin nur meinen Traum.

Gedankenlos hallen deine Worte
Sätze unverständlich, kompliziert und lang.
Doch deine blauen Augen strahlen weiter in den Morgen,
erhaben, wundervoll wie der erste Sonnenuntergang.

Auch der Wind treibet weiter in den Morgen
fühl mich müde, ausgelaugt und matt
Handgeschrieben, meine einzigen Wünsche,
auf ein kleines, federleichtes, blaues Blatt.

Aber es ist der seltsame, fremde Schatten
der beständig weiter um mich schleicht.
So sitz ich nur hier und starr den Blättern nach,
fragend, ob der Engelsatem wirklich bis zum Himmel reicht.

Die Wünsche streifen zügig sanft,
trägt sie über das Land, verlassen, grau und leer.
Doch der Engelsatem reicht nicht aus,
trägt das blaue Blatt nur bis zum nächsten Meer.

Im Wasser spiegeln sich tausendfach deine Augen,
dein Lachen unendlich gütig, sanft und weich
Ich schaue gegen den Himmel, die Gewissheit lebt,
das Blatt hat es doch geschafft zu einem Himmelsreich.