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zur Begriffserklärung


Mit der Liebe zur Fabel begann es. Im Internet fand ich immer dieselben Fabeln, und
da auch nur "Krümel". Da beschloss ich: Dass muss ich ändern, (vielleicht mag ja noch
jemand die Fabeln.)
Dann kam noch das Mittelalter dazu, und daraus entstand im Laufe der Zeit eine doch
recht ansehnliche Seite.


Zuerst grundsätzliches über die Fabel:

Die Fabel wird im Mittelalter bîspel oder bîschaft genannt. Beide Benennungen machen
deutlich, dass es sich um eine belehrende Erzählung handelt. Das Wort bîspel weist
außerdem auf den Zusammenhang zwischen Fabel, Gleichnis und Sprichwort hin.
Beides, dass die Fabel belehren will und mit dem Sprichwort verwandt ist, wird deutlich
in der berühmten Fabelsammlung "Der Edelstein" von Ulrich Boner.

Fabeln hat es schon immer gegeben und gehören somit zum volkstümlichen Erzählgut.
Es gibt verschiedene Fabelsammlungen. Ich habe sie in drei Sammlungen aufgeteilt.

I.
Die orientalische Fabel:
Vertreten durch die altindischen Fabel - und Novellensammlung
Bidpai -Das Buch der Beispiele alter Weisen.
Bekannt sind die indische Fabelsammlung  Pantschatantra sowie die Fabeln des
Arabers Lokmân.

II.
Die äsopische Fabel:
Als Stammvater der europäischen Fabel gilt Äsop -er
lebte um 600 v. Chr.-
Sein Werk fand über Phaedrus, Babrios und Avianus Eingang in das mittelalterliche
Europa. Seine >Söhne< haben sich in weiterer Folge reichlich seiner Fabeln bedient.

Bleiben wir in Europa und beginnen wir mit Mittelalter und Humanismus:
Als ältester deutscher Fabeldichter kann ein mittelhochdeutscher Dichter, genannt
"Der Stricker" gelten, dessen Werke ab Mitte des 13. Jahrhunderts definiert werden.
Die älteste Fabelsammlung ist dem schweizer Predigermönch Ulrich Boner
zuzuschreiben. Seine Fabelsammlung "Der Edelstein" erschien etwa um 1324.

Im Zeitalter des Humanismus etabliert sich die Fabelliteratur durch Martin Luther.
Nach seiner eigenen Aussage benutzt er die Fabel um im "lustigen Lügenkostüm"
Wahrheiten zu verbreiten, die die Menschen normalerweise nicht hören wollen.

Kommen wir nun zur Neuzeit:
Gotthold Ephraim Lessing bildet den Abschluss der klassischen deutschen
Fabeltradition. Er benutzt die Fabel im Sinne der Aufklärung, er ändert den Inhalt der
Fabeln geringfügig und gelangt dadurch zu neuen Nutzanwendungen.
Wichtige Fabeldichter sind  unter anderem Hans Sachs, Christian Fürchtegott Gellert und Magnus G. Lichtwer.

Frankreich ist durch La Fontaine vertreten, dieser ersetzt die allzu belehrenden
Fabeln und die damit verloren gegangene Einfalt und Natürlichkeit durch geistigen Witz
und spielerische Anmut.

Aus der Schweiz kommt ein großartiger Vertreter dieses Genre: Pestalozzi Johann
Heinrich.
Er war Pädagoge, Schul- und Sozialreformer und verwendete seine Fabeln zur
Erziehung der Schüler. Er erfand eigene Fabeln und änderte nur sehr wenige von Äsop
ab.


III.
Die asiatische Fabel:
In dieser Sammlung sind viele Fabeln der alten Chinesen zu finden.
Aus Rußland ist ein Fabeldichter vertreten: Iwan Krylow der bedeutendste
Fabeldichter seines Landes.