Reinmar von Zweter
   
 

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Minnesänger


Reinmar von Zweter



Er wurde vermutlich um 1200 geboren. Man weiß von ihm, dass er sich um 1234 bis 1236 kurz an den Höfen Herzog Leopolds VI. von Österreich in Wien und König Wenzels I. in Prag aufhielt. Über seine Herkunft und sein Familie geben die Urkunden keine Auskunft.

Er gilt als bedeutender Vertreter der Sangspruchdichtung zwischen Walther von der Vogelweide und Frauenlob. Aufgrund seiner hohen Formkunst wurde er von den Meistersingern des ausgehenden Mittelalters zu den 12 alten Meistern gezählt.

Die Lieder sind aus dem "Frauen-Ehren-Ton" entnommen.
 

Dû sünden blôz, dû valsches bar,
dû himelvrowe gewaltic
über al der engel schar,
des himels unt der erde
unt swea dîn kint dar inne begriffen hât!
Dû Cristes muoter, reiniu magt,
du erliuhtest vinster naht,
als si mit sunnen sî betagt,
dû gruntvest staeter triuwen,
dû schirmaerinne Gotes hantgetât!
Du süenaerinne Cristen, Juden, heiden,
diu wol daz übel ze guote kan bescheiden,
dû portnaerîn, vor helle banden
gar sünder trôst, dîn helfe ich spür:
dû unt dîn sun, des heiles tür,
sint unser schirm vor sünden unt vor schanden.
 

Du Sündenfreie, Du Fehlerlose,
Du Himmelsherrin,
herrschend über die gesamte Schar der Engel,
über Himmel und Erde und alles,
was Dein Sohn dort hineingetan hat!
Du Mutter von Christus, reine Jungfrau,
Du erleuchtest die finstere Nacht,
so dass sie taghell wird,
Du Fundament unverbrüchlicher Liebe,
Du Schirmerin von Gottes Geschöpfen!
Du Versöhnerin für Christen, Juden und Heiden,
die Böses von Gutem genau unterscheiden kann,
Du Pförtnerin, Schutz der Sünder
vor den Fesseln der Hölle, Deine Hilfe erkenne ich:
Du und Dein Sohn, die Türe zum Heil,
Ihr seid unser Schirm vor Sünden und Schanden.
 

Gelückes rat ist sinewel,
im loufet maneger nâch,
doch ist ez vor im gar ze snel
und lât sich doch erloufen
williclich, den ez beswîichen wil.
Swer stîget ûf Gelückes rat,
der darf wol guoter sinne,
wie er behalte Gelückes stat,
deiz unter im iht wenke:
wand ir daz rat hin ab im zucket vil.
Die müezen danne sîgen mit unwerde,
wan sie mit schanden ligen ûf der erde:
Gelücke wenket unbesorget,
ez gît vil manegem ê der zît
unt nimt hin wider swaz ez gît:
ez toeret den, swem ez ze vil geborget.

 

Das Glücksrad ist rund
manch einer läuft ihm nach:
doch ist es diesem viel zu schnell, obwohl es
sich freiwillig von jenem lässt, den es betrügen will.
Wer auf dem Glücksrad nach oben steigt,
benötigt seinen ganzen Verstand,
damit er den Stand auf dem Glück behalte,
so dass es unter ihm nicht schwanke:
denn das Rad hat schon viele mit sich hinunter
gezogen. Die müssen dann in übler Weise dahinsinken,
denn sie liegen in Schanden auf der Erde:
Das Glück schwankt unberechenbar,
viele beschenkt es vorzeitig,
und es nimmt wieder weg, was es gegeben hat:
Es macht denjenigen zum Narren,
dem es zu viel geborgt.

 

Diu trunkenheit tuot grôzen schaden,
si tuot di sêle sünden unde schanden überladen,
si machet manegen man,
daz im Got unt die liute werdent gram.
Diu trunkenheit tuot dannoch mê,
si schadet an dem guote
unt tuot dâ bî dem lîbe wê,
si stummet unde blendet,
si toeret unde machet manegen lam.
Sît daz si toetet sêle, lîp unt êre unt
benimt daz guot unt prüevet schaden noch mêre,
wie sol man in heizen dannen,
der ir wil volgen zaller stunt?
"her trunkenbolt, her trunkenslunt"
sus heizt er wol von wîben unt von mannen.

 

Die Trunksucht richtet großen Schaden an,
sie häuft Sünde und Schandbarkeit auf die Seele,
sie macht viele Männer
bei Gott und den Leuten verhasst.
Die Trunksucht tut aber noch mehr:
Sie beeinträchtigt den Besitz,
und sie schadet der Gesundheit,
sie macht stumm und blind,
sie macht dumm und lahm.
Da sie also Seele, Körper und Ansehen tötet,
den Besitz wegnimmt und noch weiteren Schaden
anrichtet, wie soll man dann denjenigen heißen,
der ihr trotzdem zu aller Zeit anhängt?
"Herr Trunkenbold, Herr Trunkenhals",
so nennen in Frauen und Männer zu Recht.

 

Reinmar tadelt hier Ugo(lino) von Segni = Hügel(in), der jetzt als Papst (Peter) Gregor IX. (1227-4199)
eine gegen das Reich gerichtete und durch Geldgier gekennzeichnete Politik betreibt.

Des vater swert unt ouch des suns
diun hellent niht gelîche:
daz becrenket si unt uns:
des vater swert âgreifet
ûf Hügelîn unt ûf des rîches haz.
Swâ sîn daz rîche hin bedarf,
man enwetzez mit dem golde,
anders wirt ez nimmer
daz selbe swert truoc wîlent
der grâwe hêrre Sente Pêter baz.
Nû treit ez Pêter Hügel mit dem schîne:
dô man Grêgôrjum worhte ûz Pêterlîne,
dô solt er mit dem selben swerte
sich Hügelînes hân erwert,
der noch mit uns nâch schatze vert
an Pêters stat, der niht wan sêlen gerte.

 

Das Schwert des Vaters und des Sohnes,
die befinden sich nicht mehr in Harmonie:
das schadet ihnen und uns.
Das Schwert des Vaters trifft daneben,
wenn es dem Ugolino und gegen das Reich dient.
Wenn immer das Reich seiner bedarf,
dann muss man es mit Gold wetzen,
denn anders wird es nicht mehr scharf:
Dieses Schwert trug einstmals Sankt Peter,
der greise Herr, besser.
Jetzt trägt es Peter Ugolino, der Scheinheilige:
Als man aus dem kleinen Peterlein den Gregorius schuf,
da hätte er (Sankt Peter) sich mit eben diesem Schwert
des Ugolino erwehren sollen,
der nach wie vor nach Schätzen strebt auf
 den Sitz jenes Peter, der nur nach Seelen verlangte.

 

Der triuwen triskamerhort,
ein ankerhaft der staete,
ein vürgedanc ûf ieglich wort,
ein wahter Cristentuomes,
Roemischer êren gruntveste unde grunt,
ein bilder houbethafter zuht,
ein volliu gruft der sinne,
ein sâme saeldebernder vruht,
ein zunge rehter urteil,
vrides hant, gewisser worte ein munt.
Ein houbet, dem nie smit deheine crône
vol machen kunde sîner tugent ze lône,
dem houbet suln wir al gelîche
wünschen lange wernder tage:
wes lîp, wes herze daz lop trage?
des suln wirjehen dem keiserVriderîche.

 

Schatz in der Schatzkammer der Treue,
Ankergrund der Beständigkeit,
Besonnenheit bei jedem einzelnen Wort,
Wächter der Christenheit,
Fundament und Grundlage der Ehre Roms,
Bildner der vorzüglichsten Eigenschaften,
Gewölbe voll an Verstand,
Same von Glück bringender Frucht,
Zunge gerechter Urteile,
Hand des Friedens, Mund unverbrüchlicher Worte,
Haupt, dem niemals ein Schmied eine Krone
entsprechend all seinen Vorzügen herstellen könnte,
diesem Haupt sollen wir alle zusammen
ein langes Leben wünschen: Von welcher
 Person, von welchem Herz dieses Lob handle? Das müssen wir zusprechen dem Kaiser Friedrich!

 

Got, alter unde niuwer Crist,
sît alle crêâtiure in dîner hant beslozzen ist,
der himel unt diu erde,
wazzer, viur, luft unt alliu engelschaft;
Den liehten tac, die trüeben naht mit
loufe wol berihtet hât dîn götelîchiu maht, diu ie
ân anegenge unt immer ist mit endelôser craft;
Dû angesihticlîchen wunder taete,
dô man dich sach in menschlîcher waete
unt vor den Juden sunderlîche:
lâz uns alrêrst dîn ellen sehen,
des dir die Cristen müezen jehen,
unt widerstant von Stoufen Vriderîche!

 

Gott, Vater und Sohn,
da alle Geschöpfe in Deiner Hand beschlossen liegen,
der Himmel und die Erde,
Wasser, Feuer, Luft und die ganze Engelschar;
Deine göttliche Macht den Lauf des hellen Tages
und der dunklen Nacht unterschieden hat,
die ohne Anfang und von nie endender Kraft ist;
der Du sichtbare Wunder tatest,
als man Dich in menschlicher Gestalt sah,
und zwar herausgehoben unter den Juden:
Lass uns endlich Deine Macht sehen,
die Dir die Christen zusprechen,
und leiste Widerstand gegen den Staufer Friedrich!

 

Venediaer die hânt vernomen,
daz Roemisch rîche veile sî,
des sint in brieve komen:
nû hânt si sich vermezzen,
si wellen dar zuo gerne ir stiure geben,
daz ez noch kome in ir gewalt;
swaz si daz kosten mac,
des sint si willic unde balt:
si jehent, wurde in daz rîche,
si wolden immer deste gerner leben.
Ir herzog ist ein mehtic kürsenaere,
unt wart ie kürsenaere crônebaere
mit sînem igelvarwen glatze,
sô mac ouch er wol crône tragen:
son darf ouch vürbaz nieman jagen,
der ez nû müge vergelten baz mit schatze.

 

Die Venezianer haben gehört,
dass das römische Reich zum Verkauf stünde -
das sei ihnen schriftlich berichtet worden:
Nun haben sie es sich herausgenommen,
dass sie gerne ihre Mittel dafür einsetzen,
dass es doch noch in ihre Gewalt komme;
was es auch kosten möge, dazu seien sie willig
und fähig: sie sagen, wenn das Reich in ihren Besitz
käme, dann würden sie künftig noch lieber leben.
Ihr Herzog ist ein mächtiger Kürschner,
und wurde ein Kürschner mit seiner Igel-Glatze
jemals würdig für die Krone, so kann er die Krone
auch durchaus tragen: dann braucht künftig niemand
mehr nach ihr auf die Jagd zu gehen,
der jetzt imstande wäre,
dafür noch mehr Schätze zu bezahlen.

 

Wache Cristen, ez wil tagen!
der han hât zwir gekraet,
ich wilz iu waerlîchen sagen:
ez nâhet gegen den morgen,
daz Got wil rechen alliu siniu leit.
er wil uns alle lâzen sehen, swaz im
grôzer marter durch uns sünder ist geschehen;
daz sollten wir besorgen,
sô waer sîn helfe gegen uns gar bereit.
swenne er uns zeiget sper, criuze unde crône,
der gewaltic sitzet in dem trône,
sô kan im nieman widerstrîten.
erst gewaltic über elliu lant:
ir Cristen, dar an sît gemant
unt warnet iuch gein im in kurzen fristen!

 

Wacht auf, ihr Christen, es wird Tag werden!
Der Hahn hat zweimal gekräht,
ich will es euch wahrheitsgemäß sagen:
es naht der Morgen,
an dem Gott all sein Leid rächen wird.
Er wird uns alle sehen lassen,
was immer ihm an großer Pein um unsretwillen
angetan wurde; bedenken wir das,
dann käme seine Hilfe uns ganz und gar zugute.
Wenn er .-.der mächtig auf seinem Throne sitzt -
uns Speer, Kreuz und Krone zeigt,
kann ihm niemand widerstreiten.
Er hat Macht über alle Länder:
ihr Christen, seid daran erinnert
und macht euch für ihn in kürzester Zeit bereit!

 

Grôz wunder, daz uns ist geschehen
von einer megde,
des mir alle Cristen müezen jehen!
den des himels wîte nie umbevie, diu ende nie gewan noch mit der hoehe in umbevie
noch mit der wîten tiefen grundelôsen helle ne,
den umbevie ir cleiner lîp:
dâ merket alle wunder an!
si leite in minneclîchen zuo ir schôzen.
waz wunders mac dem wunder sich genôzen?
kintlîchen leite er sich zir brusten,
muoterlîche sougte si in;
si wante ir ougen dicke an in:
wir habenz dâ vür, si hiels in unde kusten.

 
Großes Wunder ist uns widerfahren
von einer Jungfrau,
wozu mir alle Christen beipflichten müssen!
Den niemals vorher die Weite des Himmels,
die doch so unendlich ist, umschlossen hat,
noch mit ihrer unermesslichen Höhe umschloss,
noch mit der weiten, tiefen, unergründlichen Hölle
den umschloss ihr kleiner Körper: da sollt ihr alle
das Wunder erkennen! Sie legte ihn liebevoll auf
ihren Schoß. Welches Wunder vermag sich mit
diesem Wunder vergleichen?
Kindgemäß legte er sich an ihre Brust, mütterlich
stillte sie ihn; sie wandte ihm ihre Augen oft zu:
wir sind ganz sicher, sie umarmte und küsste ihn.

 

Abschließend vier Minnelieder

Tristram, der leit vil groze not, von eines
wibes minne lac er vil iemerlichen tot;
daz quam von sinen triwen, di selbe minne
uz eime glase er tranc.
Daz selbe ouch ich getrunken han uz miner
frouwen ougen, da von ich in grozem kumber
stan, des mac mir nit gehelfen des meien
schin noch cleiner vogelline sanc.
Si hat mich verwundet also sere durch min
herze mit ir minne gere, ez ensi, daz mich
noch, ir trost heile, so ich were anders schire
tot, wand ir vil süozer munt so rot,
der werde noch mir senedem man zu teile.

 

Tristan erduldete große Qualen,
durch die Liebe zu einer Frau fand er ein jämmerliches
Ende; das geschah durch seine Treue, diese Liebe
trank er aus einem Glas.
Dieses Schicksal habe auch ich aus den Augen meiner
Liebsten getrunken, dadurch trage ich tiefes Leid,
von dem mich weder die Pracht des Frühlings noch der
Gesang der kleinen Vögelchen erlösen kann.
Sie hat mich so tief im Herzen mit ihrem Liebesspeer
verwundet, dass ich, wenn mich ihr Trost nicht heilt,
bald sterbe, es sei denn,
ihr so süßer roter Mund berührt mich
sehnsuchtskranken Mann.

 

Alle schuole sint gar ein wint wan diu schuole
aleine, da di minnere sint; di ist so kunsturise,
daz man ir muoz der meisterschefte iehen. Jr
besem zamt so wilden man, daz er nie gehorte
noch gesach, daz er daz kan. ich wene, nieman
so hoher schuole habe gehort oder gesehen.
Di minne leret, di vrouwen schone gruezen,
di minne leret manigen spruch vil suezen,
di minne leret groze milte,
di minne leret groze tugende,
di minne leret, daz di iugende
kan ritterlich gebaren under schilte.


 

Alle Schulen taugen nichts im Vergleich zu der, in der
die Liebenden sind; die ist so unterrichtet in der Kunst,
dass man ihr die Meisterschaft zusprechen muss.
Ihre Rute zähmt den ungebärdigen Menschen so sehr,
dass er das vermag, was er vorher nie gehört oder
gesehen hat. Ich glaube, niemand hat je von so
vortrefflicher Schule gehört oder gesehen.
Die Liebe lehrt, sich vor den Frauen zierlich zu verneigen,
die Liebe lehrt viele zärtliche Worte,
die Liebe lehrt große Freigebigkeit,
die Liebe lehrt große Fähigkeiten,
die Liebe lehrt, dass der junge Mann, der den Schild
trägt, sich auch als wahrer Ritter erweist.

 

Ein wip, di gar geuriet hat ir leben
unt ouch irn lip vor aller missezemender tat,
di hat ir herze gevurstet, ob si nit lúte noch
der lande habe. Sint ir gedenke unkúsche vri,
unkuscher worte ir munt, so iehen wir, daz si
beide si: ein engel unt ein wip; des lobes
gestet ir nimmer guot man abe.
Swer si dan wip, vrouwe unt engel nennet,
der bekennet ir, des ir got selbe bekennet:
von liebe ein wip, von tugenden ein vrouwe,
ein engel von der reinikeit,
da mite der geist ie widerstreit
vleislicher girde alsam di sunne dem touwe.

 

Eine Frau, die ihr Leben und ihre ganze Person von
allen Taten freigehalten hat, die sich nicht für sie
schicken, die hat das Wesen einer Edelfrau erworben,
auch wenn sie nicht Leute und Land besitzt. Wenn ihre
Gedanken frei von Unkeuschheit sind, ihr Mund frei von
unkeuschen Worten, dann sagen wir, sie sei beides:
ein Engel und eine Frau; kein redlicher Mann versagt ihr
dieses Lob. Wer sie Frau, Herrin und Engel nennt,
der billigt ihr zu, was Gott selbst ihr als Titel zubilligt:
um der Liebe willen eine Frau, um der Tugenden willen
eine Herrin, ein Engel um der Keuschheit willen,
mit der der Geist stets gegen die fleischliche Begierde
ankämpft wie die Sonne gegen den Tau.

 

Waz cleider vrouwen wol an ste, des wil ich
uch bescheiden: ein hemede wiz alsam
ein sne, daz ist, daz si got minne unt habe in
liep, dest wol ein richez cleit.
Dar ob sol sin ein roc gesniten, so daz si liep
unt leit sol tragen mit vil kuschen siten;
ir gurtel si diu minne, ir vurspan, daz si
tugenden si bereit; diu ere ir mantel, daz der
an ir decke, ob icht des si, daz wandels an ir
blecke; Jr rise, daz sol sin ir triwe,
dar ob ein schappel von der art,
daz si vor valsche si bewart.
si saelic wip, der lop ist immer nîwe!

 
Ich will euch erklären, welche Kleider den Frauen
gut stehen: Ein Unterkleid weiß wie der Schnee,
das bedeutet, dass sie Gott lieben und ihm zugetan
sein soll, das ist ein prächtiges Kleid.
Darüber soll als ein Rock geschneidert sein, dass sie
Gutes und Böses in keuscher Sittsamkeit ertragen
soll; ihr Gürtel sei die Liebe, ihre Schnalle
Bereitschaft zur Tugend; ihr Mantel die Ehre, damit
er an ihr bedecke, wenn etwas Unzuverlässiges an
ihr zum Vorschein komme; ihr Schleier soll die
Treue sein, darüber ein Häubchen von solcher Art,
dass sie vor allem Makel beschützt ist. Preiswürdig
ist diese Frau, ihr Ruhm kann nicht verblassen!
 

Minnesänger